Vorsicht vor verdächtigen Markierungen in Lünen

11411914_854102107999184_357590488433827355_o

So sieht eine der Markierungen aus (Namen unkenntlich gemacht, Foto: Jessica L.)

 

Markierte Klingelschilder und ein seltsames Möbelstück: Jessica L. wohnt in einem Mehrfamilienhaus in Horstmar. Am Freitag Nachmittag entdeckte sie einige Auffälligkeiten am Haus. Möglicherweise sind das Hinweise auf Einbrecherbanden, die es auf Wohnungen abgesehen haben, deren Bewohner im Urlaub sind.

Markierungen am Klingelschild

Die Markierungen sind klein und nicht sehr auffällig. Mit einem grünen Stift wurde hinter einige Namen an den Klingeln ein Punkt markiert, andere -wiederrum erhielten keine Markierung. Jessica teilt uns mit: „Bei den Leuten, die die meiste Zeit des Tages im Haus sind, ist ein grüner Strich zu sehen“. Die Wohnungen, die hin und wieder (zum Beispiel vormittags zur Arbeitszeit) verlassen werden, sind nicht markiert.

So entsteht der Verdacht, dass professionelle Einbrecherbanden unterwegs waren und einen Beutezug vorbereiteten, indem sie die Umgebung ausgekundschaftet haben.

Markierungen haben eine Vorgeschichte

Aus den Medien geht hervor, dass es bereits mehrere Fälle gibt, in denen solche Markierungen zum Einsatz kamen und später ein Einbruch folgte. Die Lüner Anwohner sind daher beunruhigt.

Wie uns mitgeteilt wurde, ist die Polizei bereits informiert. Sie hat die Beweise gesichert. Zwar konnte sie bisher keine Infos geben, da die Lüner Polizeibeamten diesen Fall zum ersten mal sahen, jedoch werde man die Angelegenheit weiter im Auge behalten.

Was können Anwohner tun?

Wichtig ist: Bisher handelt es sich „nur“ eine vermeintliche Vorbereitung auf einen Einbruch. Uns liegen bisher keine Fälle der letzten Zeit in Lünen vor, die tatsächlichen auf die Markierungen zurückgeführt werden können. Dennoch sollte man sich und seine Mitbewohner vorsichtshalber schützen, indem man in der nächsten Zeit verstärkt auf offene Zugänge zum Wohnraum achtet. Fenster sollten bei Abwesenheit immer geschlossen, Türen auch doppelt abgeschlossen werden.

Wenn sie in weiteren Teilen Lünens Markierungen oder merkwürdige Veränderungen an Häusern feststellen, sollten sie die Polizeiwache Lünen ebenfalls informieren.

So bemerkte Jessica L. Auch einen Tisch vor ihrem Balkon, der aufgestellt wurde „um raufzuklettern“, vermutet die Lünerin. Aus diesem Grund informierte sie die Polizeidienststelle Lünen, die die Hinweise aufnahm.

Facebook Nutzer warnen vor Schuhsammlern

In der Meldung, die Jessica L. Auf Facebook veröffentlichte, meldeten sich etliche Nutzer in Kommentaren zu Wort. So wurde auch von einem Fall aus Brambauer berichtet, in dem es sich um eine Einbrecherbande handelte, die verschiedenfarbige Tonnen zur Schuhsammlung verteilten. Häuser, die tagsüber bewohnt waren, erhielten eine rote Tonne, Häuser die des öfteren leer standen eine gelbe Tonne. Kurz darauf folgten Einbrüche.

Ruhe bewahren, Polizei informieren

Bisher gab es außerhalb der merkwürdigen Markierungen keine Zwischenfälle, die damit in Verbindung stehen. Wir bitte sie also, Ruhe zu bewahren. Achten sie auf verschlossene Türen & Fenster. Briefkästen, die über längere Zeit nicht geleert werden sind ebenfalls ein Hinweis auf leerstehende Wohnungen, die den Tätern zum Opfer fallen könnten. Ihre Anwohner auf den Vorfall aufmerksam zu machen kann dennoch ratsam sein.

Wer Auffälligkeiten in dieser Angelegenheit feststellt, die der Polizei bisher nicht bekannt sind, sollte den Sachverhalt melden. Da es sich nicht um einen akuten Notfall handelt, bitten wir sie, die Polizeidienststelle Lünen direkt unter der Nummer 0231-1323121 zu wählen und nicht den Notruf 110 zu benutzen.

 

11655194_854184374657624_1741543596_n

Anwohnerin Jessica L. fand diesen Tisch vor ihrem Balkon